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gerade wieder mal aus den tiefen der bookmarks, und immer noch schön, auf den punkt, großes kleines indie-kino.

Kann schon sein, dass im Web Journalismus und Tagebücher möglich sind, aber es sind ein anderer Journalismus und andere Tagebücher als die gewohnten, und deswegen führen diese Vergleiche nicht besonders weit. Weiter kommt man wahrscheinlich, wenn man, zumindest probehalber, den Weblogs konzediert, dass sie zu den wenigen Formen des Sprechens im Netz gehören, die überhaupt verstanden haben, was das Netz ist. Verstehen, was das Netz ist, heißt: verstehen, dass man im Netz ist, dass man nur ein Knoten, ein Link ist, kein Ziel, sondern eine Passage. Die meisten Seiten im Netz bemühen sich darum, ein Ziel zu sein, sie kämpfen darum, dass man sie findet und dann bei ihnen bleibt, sie wollen das Ende des Netzes sein und nicht bloß ein Dazwischen, der User soll kommen und nicht mehr weggehen. Der Weblogautor aber schickt die Leute gleich wieder fort, er weiß, dass er nicht mehr ist als ein Knoten unter Knoten, er sagt allen, die bei ihm vorbeikommen, dass sie gleich wieder weitergehen sollen, hierhin vielleicht oder dorthin, und wie wäre es mit diesem Link?

pp: ein weblog schreiben

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